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Tennis Club
Geisenheim-Marienthal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entstehung und Entwicklung unseres Vereines
Der Tennisclub und seine Senioren
Tennisfreunde aus Chauvigny zu Gast

 

Entstehung und Entwicklung unseres Vereins

Es war eine gute Idee, den Tennissport als Breitensport auch in Geisenheim einzuführen. Der Wunsch, den weissen Sport auszuüben wurde in der Bevölkerung immer stärker, zumal vielerorts solche Aktivitäten im Rheingau beobachtet werden konnten.
So ergriff 1976 Christoph Homp die Initiative, bei der Stadt Geisenheim nach geeignetem Gelände für den Bau von zwei Tennisplätzen nachzufragen. Bei einem persönlichen Gespräch mit dem damaligen Bürgermeister Friedrich konnten schon gezielte Vorstellungen über den Standort Marienthal dargelegt werden. Seitens der Stadt wurde zunächst ein kommerzieller Träger favorisiert. Die rief jedoch bei den Interessierten keine Begeisterung hervor. Ein glücklicher Zufall war die Begegnung zwischen Christoph Homp und Wilfried Kiegele, der bereits gute Erfahrungen im Tennissport besaß. Beide beschlossen, einen Tennisclub zu gründen, der für jedermann zugänglich sein sollte.
Am 23. September 1977 trafen sich
88 Tennisbegeisterte im Hotel Gietz in Marienthal. Das Ergebnis dieser Zusammenkunft war die Absicht, möglichst bald einen Tennisclub zu gründen. Die Gründungsversammlung fand am 17. Februar 1978 statt, in der folgende Personen in den Vorstand gewählt wurden:

Wilfried Kiegele     -  1. Vorsitzender
Christoph Homp    -  2. Vorsitzender
Wilfried Körber      -  Schatzmeister
Arno Hinterwälder  -  Schriftführer
Grit Fladung          -  1. Beisitzer
Ursula Holschier    -  2. Beisitzer

Mit so viel Idealismus begannen nun die Vorbereitungen zum Erwerb des Geländes und zum Bau der 6 Tennisplätze. Die Stadt Geisenheim stellte dankenswerterweise ein Gelände im Stadtteil Marienthal in Erbbaupacht zur Verfügung. Da noch kein gültiger Bebauungsplan vorlag, mußte der TC-Vorstand gewaltige Anstrengungen vornehmen, um eine Baugenehmigung zu erhalten.
Die Mühen wurden im Dezember 1978 belohnt. Bürgermeister Dr.Schoene nahm am
23. Dezember 1978 den ersten Spatenstich bei Eis und Schnee zum Bau der Tennisplätze vor.
Schon im März 1979 wurde mit den Arbeiten zum Bau der Plätze begonnen. Nach relativ kurzer Zeit konnte die Anlage bis Ende Mai fertiggestellt werden. Die Eröffnungsfeier fand am 26. Mai 1979 statt. Der
Spielbetrieb konnte nunmehr aufgenommen werden.
Als zweite große Aufgabe folgte die Planung und Bau des Clubhauses. Die Genehmigung zum Bau war besonders schwierig, da die Gestaltung des Freizeitgeländes Marienthal wiederholt geändert wurde. Zum Ablauf eines geordneten Spielbetriebes und zur Pflege des gesellschaftlichen Vereinslebens brauchte man jedoch ein Clubhaus. Als Provisorium diente ein
ausrangierter Linienbus, der für 1,- DM gekauft und mit viel Geschick umgebaut wurde. Die Entwicklung des Vereins, die steigende Mitgliederzahl und der damit verbundene intensive Spielbetrieb waren nicht mehr aufzuhalten.
Das langwierige Genehmigungsverfahren der verschiedenen Planungen führte schließlich zu einer Lösung, die von allen als Optimum angesehen wird.
Das
Richtfest fand am 1. Oktober 1983 statt und rechtzeitig zum Saisonbeginn - am 28. April 1984 - konnte das Clubhaus im Rahmen einer Einweihungsfeier den Mitgliedern übergeben werden. Heute präsentiert sich unser Clubhaus mit großem Clubraum, gemütlicher Stammtischecke, einer Küche und einer überdachten Freiterrasse, die noch durch eine Pergola erweitert wurde. Im Untergeschoß befinden sich sanitäre Einrichtungen. Alle Räume sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, so daß das Clubhaus ganzjährig genutzt werden kann.
1988 - nach zehn Jahren ist der Tennisclub Geisenheim-Marienthal mit 488 Mitgliedern, davon 140 Jugendlicheder größte Tennisclub im Rheingau-Taunus-Kreis. Es ist Zielsetzung des Tennisclubs, jedem Tennisinteressierten den Spaß und die Freude an diesem schönen Sport zu ermöglichen, wobei der Verein besonders der Jugend Möglichkeiten zur sportlichen Aktivität bieten möchte. So stellt der TC Geisenheim seit Jahren den anfragenden Schulen in Rahmen der Projektwochen kostenlos die Tennisanlage zur Verfügung um so möglichst viele Kinder an den Tennissport heranzuführen.
Kostenlos können die Freunde und Feriengäste aus unseren Patenstädten Chauvigny und Trino bei uns die Plätze benutzen, auch die Studenten der Fachhochschule Geisenheim haben bei uns die Möglichkeit zu günstigen Bedingungen dem weißen Sport nachzugehen.

Es bildeten sich immer mehr Medenmannschaften, wodurch die Anlage total ausgebucht war. Der Vorstand entschloß sich sehr schnell im Jahr 1989 zwei weitere Plätze als Centre-Court zu bauen. Mittlerweile hatte sich das   Baugenehmigungverfahren so verschärft; es wurden Parkplätze seitens der Stadt gefordert, was bedeutete: 8 PKW-Stellplätze zusätzlich für 2 Tennisplätze. Gelände stand nicht mehr zur Verfügung, ohne Parkplätze keine Baugenehmigung. Die guten Kontakte zum “CMC” Club Marienthaler Carnevalisten von Christoph Homp brachten die Lösung. Der CMC stellte dem Tennisclub entsprechende  Parkplätze auf seinem Anwesen zur Verfügung.

Am 28. August 1989 erhielt der Tennisclub die Baugenehmigung, so dass zum Saisonbeginn am 1. Mai 1990 die zwei neuen Tennisplätze mit  50 Zuschauerplätzen und eine Ballwand in Betrieb genommen werden konnten.Wieder mußten in Eigenleistung der Mitglieder die Außenanlagen bepflanzt werden und viele freiwillige Helfer standen an den Wochenenden bereit, um aktiv tätig zu werden.

Am 21. März 1992 fegte ein Eisregen über unsere Anlage und riß den Ostteil der Ballfangzäune nieder. Im selben Jahr  wurde ein Wassernotstand verhängt, der Spielbetrieb kam fast zum Erliegen. Mit Fässern wurde Brunnenwasser angefahren. Im Winter 1992/93 wurde zweimal in das Clubhaus eingebrochen und die Inneneinrichtung verwüstet. Das Flurbereinigungsverfahren wurde abgeschlossen. Der Parkplatz mit 31 Einstellplätzen wurde für den TC ins Grundbuch eingetragen. Das 15-jährige Vereinsjubiläum wurde in einem entsprechenden  Rahmen gefeiert.

Im Jahr 1994/95 trat erstmalig eine Stagnation der Mitgliederzahlen ein. In der Jahreshaupt- versammlung wurde deshalb beschlossen, dass für die nächsten 2 Jahre keine Aufnahmegebühr erhoben werden sollte. Der Rheingau-Pokal wurde als feste Instanz im TC-Geisenheim beschlossen.

Das Jahr 1996 war von Sparmaßnahmen stark geprägt; die finanziellen Spielräume wurden enger. Um den rückläufigen Mitgliederzahlen zu begegnen, starteten wir eine neue Aktion unter dem Motto "Tennis ist im Verein am Schönsten”. Viele Jugendliche traten in den Verein ein, mehr Plätze wurden reserviert für den Breitensport sowie für das “Jedermann-Turnier” und die “Hobby-Runde”.

Die Eröffnung der Tennissaison 1998  starteten wir mit einem Tag der offenen Tür  - 25 neue Mitglieder konnten auf diese Art geworben werden - ein schöner Erfolg. Im Herbst feierte der TC sein 20-jähriges Vereinsjubiläum mit einem großen Tennisball. Der Erfolg war überwältigend.

Zur Pflege der Tennisanlage einschließlich der Grünflächen wurden 1999 Arbeitsstunden eingeführt. Pro aktives Mitglied 3 Arbeitsstunden, alternativ  10,00 DM pro Stunde für Erwachsene. Im gleichen Jahr wurde der Tennis-Club von der Stadt Geisenheim erstmalig gebeten, die Sportler-Ehrung auszurichten. Bei dieser Gelegenheit wurde die Damenmannschaft 30 für den Aufstieg in die Hessenliga besonders geehrt.

Das Jahr 2000 begann unerfreulich. Vier Jugendliche zerstörten im Winter die beiden Centre-Courts, die Plätze mußten von Grund auf saniert werden. Es entstand ein Sachschaden von DM 12.000,-. Eigenleistungen des Vereins nicht mitgerechnet. Für unsern Sportwart Wilfried Furk war dieses Jahr von sportlichen Erfolgen gekrönt, gleich 6 von 13 Medenmannschaften schafften den Aufstieg.  

Diese Erfolge setzten sich 2001 fort, 3 Mannschaften stiegen auf. Fritz Kastenholz wurde Kreismeister bei den Herren 30, Michael Edinge Kreismeister Herren 40, Gerd Utrecht Kreismeister Herren, Simon Dallwig Kreismeister  AK 1 (U18), Bettina Ruff Kreismeister AK 1/2. Eine stolze Bilanz für den Tennis-Club.   

Leider bemerken auch wir, dass die Tennisbegeisterung in unserem Tennis-Club spürbar nachlässt. So sind wir immer wieder gefordert, uns Gedanken zu machen, unseren Club weiterhin attraktiv zu gestalten. Deshalb versuchen wir allen Mitgliedern ein Betätigungsfeld zu bieten, egal ob sie sich beim Tennis für den Leistungssport, das Hobbyspielen oder vielleicht auch nur für die gemütliche Geselligkeit interessieren. Um Neumitgliedern den Eintritt zu erleichtern und um die Mitgliederzahl konstant zu halten, wurde inzwischen die Aufnahmegebühr ersatzlos gestrichen.

Wir hoffen, dass auch in der Zukunft Mitglieder Initiative ergreifen, diese umsetzen, sich in unserm Verein ehrenamtlich engagieren und dass natürlich viele neue Mitglieder in unseren Verein eintreten.


              
     

 

Der Tennisclub und seine Senioren    

Erstaunlicherweise gehören Tennisspieler ab dem 45. Lebensjahr - auf dem Papier - schon zu der älteren Generation, nämlich zu den Senioren.
So ist es auch beim TC Geisenheim-Marienthal und seinen begeisterten Spielern in dieser Altersklasse.
Seit 1983 gab  es diese Mannschaft mit ihrem berühmten Schlachtruf "HADDE FUHL", was immer es bedeuten soll. in diesen 5 Jahren beteiligte sie sich aktiv an der medenrunde - ab 1986 sogar in einer 2. Mannschaft - und erreichte ihren größten Erfolg im Jahr 1986 mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse B.
Die für damalsgroße Leistung wurde nicht nur durch den TC Vorstand besonders hervorgehoben, sondern auch in der Öffentlichkeit durch den Sportlerempfang der Stadt Geisenheim gewürdigt. so auch die
Senioren-Mannschaft 1988: Es spielten mit: Seppel Barth, Winfried Ankenbrand, Christoph Homp, Paul Binstadt, Hans Maurer, Wendelin Moser, Günther Wald, Wilfried Körber, Walter Jost, Erich Reutershahn, Peter Kirst, Hans Filz, Josef Ewald, Herbert Staak, Helmut Weber, Mandanna Chengappa
Aus den vielen Meden- und Privatspielen erwuchsen natürlich nette und freundschaftliche Beziehungen zu den Clubs in unserer Umgebung, aber auch über die hessischen Landesgrenzen hinaus:
Für die körperliche Fitness wird damals wie auch heute gesorgt. So wird einmal in der Woche trainiert, Im Sommer am Montagabend auf der TC Anlage und im Winter in der aufblasbaren Halle. Nach jedem Training werden dann anschließend im Clubhaus am Stammtisch die Einzel- und Doppelergebnisse der jeweiligen Spiele "heiß" diskutiert. Hätte man alle diese Diskussionen bisher schriftlich festgehalten, würden etliche Bücher mit "Tennis-Latein" existieren. Doch ist dieses leider unmöglich, man bräuchte dazu pro Teilnehmer mindestens ein Tonbandgerät, um alle "wertvollen und wichtigen" Beiträge auch wirklich einzufangen.
Die TC Mitglieder wissen mittlerweile von diesem Montagabend und kommen oft auch sehr zahlreich zu diesem "Marienthaler Tennistheater". So soll es auch sein, da bei den Tennissenioren die Geselligkeit unbedingt mit dazugehört. Wer dann noch das Vergnügen hat, unseren bekannten Wett- und Knobelkönig zu erleben, der kann mit Recht sagen, es war ein schöner, unterhaltsamer Abend bei den TC-Senioren im Clubheim.
Trotz allem Amüsement, was wären die Senioren ohne ihre "bessere Hälften", besonders aber, ohne das riesige Verständnis, das diese dem Sport ihrer Männer entgegenbringen. Denn so mancher Tennissenior hat schon beim Knobeln die Zeit vergessen und kam etwas später, in "geschwächtem" Zustand nach Hause.
Diese Ausfälle werden bei den
TC-Sommerfeten oder Bällen beim Tanz wieder ins Lot gebracht, denn die Senioren tanzen eigentlich alle gern und natürlich besonders mit ihren Damen.
Aber auch bei freiwilligen Arbeiten können sie zupacken.So pflanzten sie in der Vergangenheit einen wunderschönen Bergahorn (wo ist er geblieben ?) der die Sandkiste der kleinen TC-Mitglieder beschatten soll. Wenn bauliche oder gärtnerische Arbeiten auf der Anlage oder am Clubhaus zu verrichten sind, die TC-Senioren sind immer hilfsbereit zur Stelle. Der Vorsitzende CH. Homp und der gesamte Vorstand sind natürlich über die Einsatzfreudigkeit erfreut und finden bei ihnen auch meistens ein offenes Ohr für Sondereinsätze.
Nicht nur Tennisspielen, Knobeln, Tanzen und Arbeiten ist ihr Metier, sondern auch beim Skifahren stehen sie ihren Mann. Jedes Jahr fuhren (und fahren) sie gemeinsam mit einem Reisebus für 4 - 5 Tage in die Berge um dem "weißen Sport" zu huldigen. Ausgesucht werden diese Freizeiten von einem Insider aus den eigenen Reihen, der immer wieder neue, interessante Ziele herausfindet. Beim Apres Ski am offenen Kamin ertönt dann mit Sicherheit nach der x-ten Obstlerrunde von einer unserer verständnisvollen Tennisdame ein "HADDE FUHL".
So ist zu hoffen, daß diese Gemeinschaft noch recht lange anhält und daß noch viele, die die Altersklippe des 45. Lebensjahres umschifft haben, den Weg in die Reihen der Tennissenioren finden werden.

 Tennisfreunde aus Chauvigny zu Gast beim TC-Geisenheim-Marienthal  
Als 1983 auf Einladung unseres Tennisclubs 11 Tennisfreunde aus unserer Patengemeinde erstmalig ein Wochenende in Geisenheim verbrachten, wurde die Bedeutung der partnerschaftlichen Beziehungzwischen Chauvigny und Geisenheim einmal mehr unter Beweis gestellt. Seit dieser Zeit finden jährlich wechselseitige Begegnungen statt. In diesen Tagen des Besuchs steht natürlich immer ein Freundschaftsturnier an erster Stelle des Programms. Es werden je nach Teilnehmerzahl Einzel- und Doppelspiele ausgetragen. Aus den bisherigen 5 Turnieren bis 1988 gingen unsere französischen Freunde viermal als eindeutige Sieger hervor. In 1988 konnte die
Turniermannschaft des TC Geisenheim erstmals ein Unentschieden erreichen. Neben dem sportlichen Teil war auch immer ein kulturelles Programm vorbereitet. So wurden u.a. eine Schiffahrt zur Loreley, ein Besuch des Klosters Eberbach und eine Führung durch Schloß Johannisberg mit anschließender Sekt- und Weinprobe unternommen. Unvergessen ist noch allen französischen Freunden die Abendschiffahrt zum "Rhein im Feuerzauber". Immer wieder sind die französischen Gäste von unserer schönen Rheinlandschaft und unserem Rheingauer Wein beeindruckt.
Wir selbst haben die bekannte hervorragende Gastfreundschaft in Chauvigny erlebt. Nicht zuletzt hat auch die Unterbringung in Gastfamilien zu den freundschaftlichen Beziehungen beigetragen.
Daß es sich bei diesen Begegnungen nicht nur um rein vereinsinterne Besuche handelt, zeigt sich auch darin, daß sowohl die städtischen Gremien von Chauvigny als auch von Geisenheim für die jeweiligen Gäste einen
Empfang und Siegerehrung gaben. Auch bestehen engere Beziehungen zu den beiden Partnerschaftsvereinen.
Am Abschiedsabend des ersten Freundschaftstreffen 1983 faßte der damalige Mannschaftsführer, Monsieur James Duchesne, das Empfinden der Tennisfreunde aus Chauvigny mit den Worten zusammen: "Nous avon gagné le jeu, mais vous gagné amitié!" (Wir haben das Spiel gewonnen, aber Ihr habt Freundschaft gewonnen!)
Diese Freundschaft hat sich in den letzen Jahren durch die weiteren Treffen fortgesetzt und vertieft und so wurden immer neue Freundschaften untereinander geschlossen.

Wir hoffen und wünschen, daß diese Besuche auch in der Zukunft weiter bestehen und insbesondere von unseren Jugendlichen zur gemeinsamen Begegnung genutzt werden.

 

 

 


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